Akupunktur wird immer beliebter. Kein Wunder, gilt die alternative Heilmethode doch inzwischen auch für die Behandlung von Kindern als sehr erfolgreich. Die Anwendung der Akupunkturnadeln will aber gelernt sein. Aus diesem Grund werden die “Schüler”, die das Handwerk der Akupunktur erlernen sollen auch nicht einfach auf die “Menschheit losgelassen”, sondern müssen das Handwerk und den Umgang mit den Akupunkturnadeln erst einmal erlernen, damit diese auch ihre heilende Wirkung verbreiten können.
Denn wie nun amerikanische Forscher, die offenbar auch sehr kritisch an diese Materie herangegangen sind, feststellten: Akupunkturnadeln heilen doch und wirken vor allem positiv auf den Blutdruck der Patienten. Allerdings handelte es sich bei den durchgeführten Versuchen um eine Kombination aus Akupunktur und schwachem Strom. Dennoch meinen viele Verbraucher immer noch die Sache mit den Akupunkturnadeln ist reine Glaubenssache. Die amerikanischen Forscher haben allerdings nicht an Menschen experimentiert, sondern an Ratte. Dabei hat sich allerdings herausgestellt, dass bei einer Anwendung von Akupunkturnadeln über eine Dauer von 30 Minuten der Effekt fast zwei Stunden anhält. – Wie so häufig handelt es sich hier um Grundlagenforschung, die allerdings einmal vielleicht die Medizin revolutionieren könnten, denn Akupunkturnadeln könnten entsprechend irgendwann einmal beim Menschen für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden. Hierfür müsste dann mittels der Akupunkturnadeln in bestimmte Punkte am Körper gestochen werden. Diese Punkte befänden sich knapp über dem Handgelenk. Allerdings haben die herkömmlichen Akupunkturnadeln keinen Effekt. Nur ein schwacher durch die Akupunkturnadeln geleiteter elektrischer Reiz könnte den Bluthochdruck um 40 bis 50 Prozent senken. Die Behandlung würde allerdings nur bei erhöhtem Blutdruck wirken.
Dies alles ist natürlich zurzeit noch “Zukunftsmusik”. Aber schon heute werden Akupunkturnadeln eingesetzt, bei verschiedenen Erkrankungen. Auch die Haltung der Krankenkassen hat sich gegenüber diese alten Heilmethode gewandelt. Seit 1. Januar 2007 zahlen die Gesetzlichen Krankenkassen Akupunkturbehandlungen bei chronischen Schmerzen an der Lendenwirbelsäule oder in den Knien. Eine derartige Behandlung von Kopfschmerzen fallen indes nicht unter die Leistungsübernahme.













